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Online-Mafo Methoden

Mit den vielfältigen und neuen Einsatzmöglichkeiten des Internets als Forschungsmedium gehen aber auch Risiken und mögliche Fehler einher. Manche schnell konstruierte Online-Fragebogen oder selbstselektierte Stichproben sind daher kaum eine vertrauenserweckende Grundlage, um anhand der Ergebnisse fundierte Entscheidungen treffen zu können.

„Qualitativ oder quantitativ?“

Die Wahl der Forschungsmethode sollte auch im Internet von der jeweils interessierenden Fragestellung abhängig gemacht werden:

  1. Sind Sie an einer breiten Analyse möglicher Meinungen und Sichtweisen zur Fragestellung interessiert („psychologische Repräsentativität“)?
  2. Geht es Ihnen darum, detailliert Schwachstellen und Fallstricke in Ihrem Online-Angebot sichtbar zu machen? In diesem Fall können Ihnen qualitative Forschungsansätze weiterhelfen.
  3. Sollen bekannte Zusammenhänge und Wirkungsketten mittels statistischer Verfahren untermauert werden?
  4. Benötigen Sie standardisierte Vergleichswerte („Benchmarks“) zur Einschätzung Ihrer Befragungsergebnisse im Konkurrenzvergleich? Dann bietet sich für Sie der Einsatz quantitativer Methoden der Online-Forschung an.

“Stichprobenziehung im Internet - ein Medium mit Tücken”

Zur Rekrutierung stehen im Internet keine zentralen Listen zur Verfügung. Häufig werden Teilnehmer von Online-Befragungen daher per Werbebanner auf der eigenen Homepage eingeladen. Dabei kann es aber zu Ergebnisverzerrungen aufgrund von Selbstselektion kommen, da bei dieser Rekrutierungsform erfahrungsgemäß Personen mit hohem Interesse am Befragungsgegenstand in der Stichprobe überrepräsentiert sind.

Wo bietet sich der Einsatz von Online-Marktforschung an?

Marktforschung zum Internet kann, muss aber nicht notwendigerweise auch im Internet stattfinden. Auch traditionelle Offlline-Methoden (z. B. Interviews im Teststudio) können zur Analyse diesbezüglicher Fragestellungen und Zusammenhänge eingesetzt werden.

Offline-Methoden setzen wir in der Internet-Marktforschung unter anderem ein

  1. im Rahmen der Website-Evaluation, beispielsweise im Rahmen qualitativer Usability-Tests oder Biotischer Interviews
  2. bei der qualitativen Forschung zu allgemeinen internetbezogenen Themen (z. B. Akzeptanz neuer Produktideen, Nutzung neuer Technologien)

Online-Erhebungen, die komplett im Internet ablaufen (z. B. Online-Fokusgruppen oder Online-Befragungen) bieten sich insbesondere dann an,

  1. wenn Sie eine Befragung besonders schnell realisieren möchten
  2. wenn die interessierende Zielgruppe offline nur schwer rekrutiert werden kann (z. B. Nutzer einer spezifischen Internet-Seite)
  3. wenn bei der Behandlung internetspezifischer Fragestellungen ein Medienbruch vermieden werden soll
  4. wenn bei der Befragung ein hoher Wert auf die Realisierung einer besonders erlebensnahen Befragungssituation gelegt werden soll

Kommentare

Antworten

Repräsentative Internetbefragungen

von Manfred Machold [10.05.2004 00:02]

Man kann auch im Internet repräsentative Befragungen (repräsentativ für die Internetuser) durchführen! Mit der M.O.R.E. Methode, die von mrm-research gemeinsam mit MPO entwickelt und schon seit fast 2 Jahren erfolgreich zum Einsatz kommt, werden die Internetuser eines bestimmten Zeitraums (2-4 Wochen je nach Stichprobengröße und Anforderungen der Studie) aktiv ausgewählt und um ein Interview - ähnlich wie bei persönlichen Befragungen im Haushalt - gebeten. Das Verfahren ähnelt den klassischen Methoden "random-route" und "multistage-clustered-random-samplingpoints". Einziger weniger erfreulicher Nachteil: Das Samplingverfahren ist relativ teuer, so dass die repräsentativen Befragungen im Internet nur unwesentlich billiger als zB. günstige Telefonbefragungen sind. Dafür wird jedoch durch die verschiedenen Möglichkeiten der Fragestellung und die unbeeinflußte Beantwortung eine deutlich höhere Qualität geboten (Spontane Bekanntheitserhebung und Bewertung und Reihung von Kriterien sind dabei genauso möglich wie Auswahl von Kriterien und Vorlagen von optischen HIlfsmitteln wie zB Bilder, Texte und Slogans etc.) Das Motto lautet: Webbefragungen nur im Web! Wo sonst!
Manfred Machold


 
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