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Andreas Kühn, GF know.ch
Andreas Kühn, GF know.ch

Outsourcing von Online Fragebogen Umfragen

Die neueste Entdeckung der MaFo, natürlich: Das Internet. Der Tummelplatz einer begehrten Zielgruppe, den early-adopters, technophilen, überdurchschnittlich Gebildeten. Nach diesen dürstet es den Kunden, er will sie mit moderner Technologie erreichen. Was tun? Technologie beschaffen! Das Management von Kernkompetenzen ist in Zeiten technologischen Umbruchs manch harter Probe ausgesetzt.

Total Cost of Ownership lautet das Zauberwort. Darunter werden die Kosten eines Betriebsmittels - im konkreten Fall geht es um Software zur Durchführung von Online-MaFo - über seine gesamte Lebensdauer hinweg verstanden. Welche wichtigen Kostentreiber existieren?

  • Lizenzen + Applikationswartung
  • Hardware-Infrastruktur: Kauf, Betrieb, Wartung
  • Erst-Installation /-konfiguration eines Systems inkl. Webserver
  • Schulung der Server-Administratoren und der Benutzer
  • Niedrige Produktivität bei der Umsetzung

Das Thema im Hintergrund ist «Kernkompetenzen» und es geht um «make-or-buy»: Ist das Management einer komplexen Software eine Ihrer Kernkompetenzen?

Wenn «Nein», dann gibt es für Sie seit einiger Zeit sog. ASP oder Application Service Provider. Diese bieten an, Fragebogen und weitere Feedback-Anwendungen nach Ihrer Vorlage elektronisch im Internet abzubilden. So wie Ihre Website auf dem Server Ihres Providers läuft, kann auch Ihre Feedbackanwendung auf dem Server Ihres Fragebogen-ASP laufen.

Bei der Auswahl des Fragebogen-ASP gilt es die Spreu vom Weizen zu trennen. Als MaFo-Profi brauchen Sie ein leistungsfähiges System, mit dem Sie Ihr Konzept umsetzen können und das punkto Sicherheit keine Frage offen lässt. Es ist hier nicht die Rede von PHP und ähnlichen Technologien mit eigens aufgesetzten Datenbanken, sondern von Standardsoftware, die speziell für diesen Zweck konzipiert wurde.

Um die Kosten auf den Punkt zu bringen: Ein Eigenbetrieb einer eigenen Online-Feedback-Software kostet nach meiner (über 1jährigen) Erfahrung mindestens EUR 20'000 p.a. Für diese Summe allein kann schon eine stattliche Anzahl Umfragen beim Online-Fragebogen-ASP durchgeführt werden. Die Kosten der Umsetzung müssen zudem gesondert betrachtet werden: Damit eine marktfähige Produktivität beim Mitarbeiter erreicht werden kann, ist neben Schulung die regelmässige Umsetzung von Fragebogen die wichtigste Erfordernis. Optimal sind ca. 20 bis 30 Umfragen p.a. Sonst besteht die Gefahr, dass die Erstellungskosten den Marktpreis übersteigen!

Bevor Sie also eine grössere Investition tätigen: Rechnen Sie für Ihren eigenen Fall sorgfältig aus, wie viele Ressourcen und Zeit nötig sind, um den Stand zu erreichen, welche die Spezialisten heute schon erreicht haben.

Andreas Kühn ist GF der know.ch/ St. Gallen

Kommentare

Antworten

Outsourcing von Online Fragebogen Umfragen

von Norbert Nihil [01.06.2002 00:40]

Schon wieder eine Gratiswerbung!
Außerdem, glaube ich, "irrt der Mann". Ich erstelle selbst im Rahmen meiner Firma Fragebögen, die ins Netz gestellt werden. Die Rückmeldungen werden beim Provider gegen einen fixen Jahresbeitrag gesammelt und sind dann für unsere Auswertungen jederzeit abrufbereit. Über die Kosten möchte ich nichts sagen, doch sie betragen nur einen Bruchteil der von meinem Vorredner genannten. Da ich im Institut auch andere Auswertungs- und IT-Tätigkeiten durchführe, sind auch meine Lohnanteile für Onlinebefragungen gering. Alles in allem kostet eine Befrahung unabhängig von der Anzahl der Teilnehmer deutlich weniger, als Softwarefirmen für einmalige Nutzung fordern. Bitte nicht leichtgläubig sein, Preisanfragen bei Mafo-Instituten einholen!!!!

AW: Outsourcing von Online Fragebogen Umfragen

von Andreas Kühn [16.08.2002 17:50]

Darf man fragen, womit Sie die Fragebogen erstellen? Was für eine Datenbank setzen Sie beim Provider ein? Womit machen Sie personalisierte Mailings? Können Sie Filterfragen? Wie steht es mit der Sicherheit?

Nennen Sie doch einfach eine Zahl und erläutern sie kurz, wie Sie darauf kommen.

Was die Preise angeht, bin ich ganz Ihrer Meinung. Da wird mit Phantasiezahlen operiert.

AW: Outsourcing von Online Fragebogen Umfragen

von Andreas Kühn [16.08.2002 17:50]

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht ganz sicher, ob wir aneinander vorbeireden, trotzdem:

Darf man fragen, womit Sie die Fragebogen erstellen? Was für eine Datenbank setzen Sie beim Provider ein? Womit machen Sie die personalisierten Mailings? Können Sie Filterfragen? Individuell Daten einblenden? Vor- und zurücknavigieren? Wie steht es mit der Sicherheit? Steht Ihr Server in einem RZ?

Ich lade Sie ein, kurz zu erläutern, auf welche Betriebskosten Sie p.a. kommen.

Was die Preise angeht, bin ich übrigens ganz Ihrer Meinung. Da wird mit Phantasiezahlen operiert. Und man sollte nicht zum Softwarehersteller gehen, sondern zum Spezialisten für Services (... und noch eine Gratiswerbung ...).

Mit freundlichem Gruss
A. Kühn

AW: Outsourcing von Online Fragebogen Umfragen

von Christian Dicke [22.08.2002 16:39]

Sicherlich sind die Kosten bei der Nutzung einer Software für Onlinebefragungen nicht immer gerechtfertigt. Die Darstellung einfacher Fragebögen erfordert nicht zwangsläufig eine spezielle Software.

Aber können Sie auch
- auf Nennungen in Vorfragen reagieren?
- nxm Quotieren abbilden?
- dynamische, quoten- und zugriffsabhängige Pop Ups schalten?
- alle Sprachen incl. unicode in einem Fragebogen Online übersetzen und einpflegen?
- die Wiederaufnahme eines Interviews ohne Cookies und Javascript?
- der Grundgesamtheit der Internetnutzer garantieren, technisch an der Studie teilnehmen zu können?
- alle Fragetypen abbilden?
- Onlineauswertung in Echtzeit incl. Kreuztabellen (und unicode)
- Zielgruppensplitting?
- Einen komplexen Fragebogen an einem Tag online stellen incl. der o.g. Anforderungen?


Wenn solche Anforderungen auf ein Haus zukommen, ist es sicherlich einfacher, sich auf eine professionelle Software zu stützen.

Die Preise, die man für eine solche Software bezahlen muss, sind keine Fabelpreise. Die Entwicklung dieser Funktionalitäten unter ständiger Berücksichtigung der marktforscherischen Grundlagen sind nicht kostenlos.

Mit freundlichen Grüßen aus Bielefeld,
Christian Dicke


 
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