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Forum des Publizistik Online-Mafo-Seminars aus Wien.



Themen

"Ehrlichkeit" bei Interviews

von Sebastian Räuchle

Da einige Freunde und Bekannte von mir schon häufiger in diversen Call-Centern gearbeitet haben, habe ich die Erfahrung gemacht, daß es viele Interviewer mit der Ehrlichkeit nicht so genau nehmen.
Da viele dieser Interviewer aufgrund der Anzahl der geführten Interviews entlohnt werden, erhielt ich öfter Anrufe in denen ich gefragt wurde, ob diese Freunde/Bekannten nicht schnell mal einen Fragebogen für mich ausfüllen könnten.

Daher meine Frage (richtet sich hauptsächlich an Leute, die auch einmal Interviewer waren/sind):
Ist so ein Verhalten üblich? Inwiefern wird von den Instituten darauf geachtet, daß die Interviewer korrekt arbeiten?

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"Ehrlichkeit" bei Interviews

von Dagmar Bauer

hallo,

ich habe längere zeit an einer studie eines mafo-instituts teilgenommen, die neue katzenfuttersorten testen sollte. alle zwei wochen wurde mir gratis katzenfutter sowie ein gutschein für einen supermarkt im wert von eur 10,- zugestellt, zusammen mit einem fragebogen. in diesen sollte ich jeden tag eintragen, wieviel meine katze vom jeweiligen testprodukt gefressen hat, um so feststellen zu können, welche futtersorten bei den tieren am besten ankommen (das futter sollte auch jeden tag genau abgewogen werden). nun war es so, dass die mitarbeiterin des mafo-instituts, die mir das katzenfutter brachte, mich gleich zu beginn darauf hinwies, dass ich es mit besagtem fragebogen "ja nicht so ernst nehmen müßte" und ihn im notfall auch "irgendwie" ausfüllen könne, hauptsache, sie könne ihn mitnehmen, wenn sie mit der nächsten lieferung kommt. logischerweise wurde sie pro fertig ausgefülltem bogen bezahlt. es wäre also scheinbar wirklich angebracht, die leute auf stundenbasis abzurechnen, anders haut das offenbar (und irgendwie auch verständlicherweise) nicht hin.

schönen tag noch,

dagmar

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AW: Ehrlichkeit in der Marktforschung

von Josef Schwab

Telefoninterviewer in der Marktforschung werden, soweit es mir bekannt ist, stundenweise bezahlt.
Die grossen Institute setzen auch sog. "Autodialing" ein.
Sobald der Interviewer seiner Workstation den Befehl für ein neues Interview eingibt, wählt der Computer automatisch die Telefonnummern, die vom Institut für diese Stichprobe vorgegeben wurden. Mittels Spracherkennung werden dem Interviewer nur tatsächliche Gesprächspartner weitervermittelt. Der Fragebogen erscheint dann am Bildschirm.
Für die Interviewer ist das sehr angenehm, da das lästige Wählen und die Evidenzhaltung wegfallen.
Bei dieser Art von Telefoninterviews hat der Interviewer gar nicht die Möglichkeit die "Oma" anzurufen und mit ihr das Interview durchzuführen.
Also ich sehe hier die Ehrlichkeit in der Mafo nicht gefährdet.

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Multiple-Choice-Test

von magdalena schwarz

Weiß jemand von euch ab wann der Test im Netz ist? Ob am Donnerstag noch eine Vorlesung stattfindet? Wie der Test aussieht und wie lange er drinnen bleibt ?

Liebe Grüße Magdalena

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Gibt es noch ein Thema?

von michaela baumgartner

Gibt es noch ein Thema zu diskutieren oder ist die e-group bereits am Ende? Schade, daß nur die Ehrlichkeit der Interviewer besprochen wurde;ich finde, daß dieses Thema schon nach 4 oder 5 Beiträgen abgehandelt wurde. Naja, vielleicht taucht aus tagesaktuellem Anlaß noch etwas auf. Ansonsten: viel Glück beim Test und einen schönen Sommer!

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Auswertung von Daten

von Jochen gandara

Ich habe folgende Frage:

Ich habe unterschiedliche Berufsgruppen nach der Bewertung von bestimmten Merkmalen eines Produktes befragt.
15 Fragebogen habe ich zurückbekommen. Trotz geringeren Rücklaufquoten, will ich diese Analyse durdchführen.
So, als erstes konnte ich die 14 Merkmale mittels Faktorenanalyse auf 4 Faktoren reduzieren. Nun will ich herausfinden, ob diese Berufsgruppen in Clustern zusammengefasst werden können.
Mein Ziel ist es, diese Gruppen nach ihrer Bewertung des Produktes zu homogenen Gruppen zu bilden.
Ist diese Clusteranalyse durchführbar, wenn ja, wie soll ich vorgehen.

Vielen Dank

Jochen Gandara

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Top 50 Marktforschungsunternehmen in Europa

von Marcus Ress

Hallo zusammen,

ich benötige eine Liste der top 50 Mafo-unternehmen in Deutschland und in Europa für eine studienbezogene Arbeit.

Wo bzw. wie könnte ich das herausfinden?

MfG

Marcus Ress

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ehrlichkeit bei interviews

von andrea fuhrmann

ich glaub es gibt immer einige schwarze schafe, die beim ausfüllen der fragebögen schummeln. ich wurde einmal von einem institut angerufen zum thema "internetanbieter" und obwohl ich mich bei dem thema nicht wirklich gut auskenne und dem interviewer das auch mitgeteilt habe hab ich das interview durchgeführt. ich konnte jedoch viele der fragen nicht beantworten, da ich davon keine ahnung hatte und der interviewer meinte nur, dass ich irgendwas sagen soll. naja, der hatte wohl auch nur das geld im kopf, das er für die ausgefüllten fragebögen erhält.
allgemein glaub ich aber, dass die interviewer doch ehrlich sind. es gibt schließlich genügend möglichkeiten die interviewer zu überprüfen und so kann man unehrliche personen aussortieren. wie es allerdings mit der ehrlichkeit der befragten aussieht ist wieder eine andere frage. das hängt glaub ich stark vom thema ab. wenn man an einem interviewthema wirklich interessiert ist und auch ahnung davon hat, dann wird man sicherlich auch ehrlich antworten. das zu überprüfen stell ich mir aber so gut wie unmöglich vor. soweit ich weiß gibt es aber auch die möglichkeit in einem fragebogen bestimmte fallen einzubauen, um die ehrlichkeit zu überprüfen. weiß irgendjemand dazu mehr?

ciao andrea

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Tina-10-jährige begeht Selbstmord

von magdalena schwarz

Vielleicht ist es gar nicht passend in dem Diskussionsforum einer Mafo-homepage ein derartiges Thema anzureißen. Aber aus aktuellem Anlaß, finde ich könnte wieder einmal eine kleine Debatte über Ethik im Journalismus entflammen. Ich habe den Bericht im Profil (4 Seiten) über den Selbstmord der 10-jährigen Tina aus Puka (STmrk) durchgelesen. So wie die Eltern in diesem Bericht dargestellt werden, wundert es mich, daß nicht schon lange zuvor in diese Erziehung eingegriffen wurde. Die ältere Schwester wurde nach New York in eine Schule geschickt um mehr Leistung zu bringen, und trug eine Magersucht davon. Die kleine Tina, hat in der Schule zur Lehrerin gesagt ich mag mich nicht.Und von Seiten der Eltern kam überhaupt nie (laut Profil) die mütterliche/väterliche Liebe und Geborgenheit zum Spüren.
Klar ist, daß so ein Fall noch nie in Österreich passiert ist, und ansonsten auch erst (gottseidank) ganz selten in der Welt. Und da liegt es nahe, die Schuld bei den Eltern zu suchen, wo sie ja wahrscheinlich auch liegt. Aber ich weiß nicht ob es richtig ist, die Eltern derart an den Pranger zu stellen, und öffentlich für diese Schreckenstat verantwortlich zu machen. Gaubt ihr, daß so berichtet wird, um noch mehr auf die Tränendrüse zu drücken. Um dem/ der LeserIn das Bild zu vermitteln, daß arme Mädchen mußte ihrem Leben ein Ende bereiten, weil es mit diesen Eltern einfach unmöglich ist zu leben. Man muß denke ich bei der Berichterstattung derariger Themen schon auch Rücksicht auf die Hinterbliebenen nehmen. Wie zum Beispiel soll die älter Schwester, abgesehen von dem Verlust ihrer kleinen Schwester, in diesem Haushalt weiterleben können. Von der Zeitung werden ihre Eltern ja als kalt, und gefühlsarm beschrieben. Zum Beispiel steht im Profil auch "Ein Rettungsmann, forderte den Vater der Toten auf seine Frau in den Arm zu nehmen, worauf dieser antwortete, sie mag das nicht". Ich glaube, daß hier etwas zuviel von der familiären Situtation nach außen getragen wird, was zum einen übertrieben ist und zum anderen einfach den Schutz der Privatspäre mißachtet. Wie steht ihr dazu?
Magdalena

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stichprobenausfälle

von ulrike schalling

Bezüglich der Stichprobenausfälle möchte ich sagen, dass ich nicht sehr viel von Umfragen per SMS halte, da man einerseits nicht alle Handybesitzer erreichen kann (Wertkartenhandys sind nicht registriert-> Teilnehmer nicht bekannt) und andererseits bin ich jetzt schon immer etwas genervt, wenn ich von irgendeinem Gewinnspiel oder so von A1 u.ä. benachrichtigt werde, da solche SMSen immer häufiger zu Werbezwecken verwendet werden.

Bezüglich der Telefonumfragen kann ich nur sagen, dass mein Freund einmal von einem Institut zu einem solchem Interview gebeten wurde, mit dem Versprechen, dass das Gespräch nur etwa 10-15 Minuten dauern soll. Nach über einer halben Stunde war er natürlich schon sehr genervt und ungeduldig, was sich natürlich auch auf die Qualität des Interviews ausgewirkt hat. Die Interviewerin hat sich zwar dann dafür entschuldigt,dass es so lange gedauert hat, aber eine realistische Zeiteinschätzung zu Beginn des Gespräches wäre sicher zielführender gewesen. Fazit: er hat nun beschlossen, sich nicht mehr zu einem solchen Interview überreden zu lassen!
Daher bin ich der Meinung, dass bei kürzeren Interviews die befragten Personen viel eher einer Teilnahme zustimmen würden:)

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